Das Baustellengespräch

Nach der Bemusterung ist vor dem Baustart. Jetzt geht es endlich los, die Monate des theoretischen Planens sind vorbei! Die Vorfreude auf unser Haus wird immer größer und die Ungeduld wächst ins Unermessliche. Man möchte endlich Ergebnisse sehen und wünscht sich jeden Tag mehr die Bagger herbei. 

Am 29.04.2017 um 10:30 Uhr haben wir uns gemeinsam mit unserem Bauberater, dem Architekten, Erdbauer und Bauleiter auf unserem Baugrundstück eingefunden. 

Den Tag davor hat der Vermesser bereits die Grobabsteckung des Hauses und der Garage vorgenommen. So fällt es direkt viel leichter sich ein wenig vorstellen, wie groß unser Haus später sein wird. Von vielen Bauherren haben wir im Vorfeld gehört, dass Ihnen ihr Haus zu diesem Zeitpunkt unheimlich klein vorkam. Uns ging es gar nicht so. Wir waren eher überrascht, wie großzügig die abgesteckte Fläche doch wirkt. Aber eins muss man wirklich sagen: Wie man sich über ein paar pinkfarbene Pfosten in der Erde so freuen kann. Ihr könnt es uns sicher nachempfinden. 🙂 


Das Baustellengespräch dient dazu die eigentliche Bauphase einzuläuten. Erdbauer und unser von Schwörer Haus bestellter Bauleiter koordinieren gemeinsam die Fertigstellung der Bodenplatte und die zur Hausmontage erforderlichen Maßnahmen. Besprochen werden Themen wie die Höhe der Bodenplatte, die Dicke der Perimeterdämmung der Bodenplatte, das Verlegen von Erdkabeln für die Außenbeleuchtung, die Lage der Zisterne und Kanalschächte, die Entsorgung des Erdaushubs und vieles vieles mehr. 

Das an diesem Tag besprochene erhielten wir wenige Tage später zusammengefasst als Protokoll per Email von Eurem Bauleiter. Uns fiel es an diesem Tag sehr schwer allem zu folgen und es haben sich im Nachhinein ein paar Fragen ergeben, die wir dann in aller Ruhe telefonisch und per Mail mit unserem Bauleiter und Erdbauer besprechen und klären konnten. 

An diesem Tag sind wir auch die Grobabsteckung des Hauses abgegangen und haben uns dazu entschieden, die Garage doch nicht wie geplant direkt am Haus zu positionieren, da uns dadurch zu viel Fläche im Garten verloren ginge. Wie genau der Eingangsbereich mit Garage später gestaltet werden soll, diesem Thema müssen wir uns zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal widmen. Die Fläche vor dem Haus wird ohnehin komplett aufgeschottert und befestigt werden, da hier der zur Hausmontage benötigte Kran seinen Platz finden soll. 

Unsere Idee wäre die Garage etwas nach Vorne zu versetzen und zwischen Garage und Haus einen Kellerersatzraum zu schaffen und den Eingangsbereich zu überdachen, sodass man auch bei Regen trockenen Fußes vom Auto ins Haus gelangt. 

Unseren provisorischen (alles andere als professionellen) Entwuft seht ihr hier:

Im Zuge des Baustellengesprächs wurden auch die ersten Termine koordiniert. Bis zur 24. KW Mitte Juni soll die Bodenplatte gegossen sein und Ende Juni abgenommen werden. 

Und Anfang Juli soll es dann endlich soweit sein. – Die Hausmontage. Den konkreten Termin haben wir bisher leider noch nicht erhalten. Hier schweben wir aktuell noch etwas in der Luft. 

Im Zuge des Baustellengesprächs haben wir natürlich auch noch einige Aufgaben bekommen, die es jetzt noch zu erledigen gilt: 

  • Baustrom, Bauwasser und Bauklo müssen zu Beginn der Hausmontage an Ort und Stelle sein 
  • Beantragung einer Straßensperrung für 3 Tage, da der Platz auf unserem Grundstück nicht komplett ausreicht um den Kran neben dem Gerüst zu positionieren  
  • Hausanschlüsse bei den Stadtwerken und der Telekom beantragen. Der Hausanschluss ist möglich sobald das Gerüst abgebaut und der Technikraum verputzt worden ist. Die Techniker benötigen mind. 6 Wochen Vorlauf, die Anträge müssen aber schon deutlich früher gestellt werden. Wir haben alle Anträge bereits im Oktober 2016 ein gutes halbes Jahr vorher gestellt. 
  • Lage des Kanalanschlusses bei den Stadtwerken erfragen (falls nicht schon bekannt oder gekennzeichnet)
  • Mängel und Beschädigungen der Randsteine um das Baugrundstück sind zu dokumentieren und bei der Gemeinde anzuzeigen. 

Bei den Kosten für Bauwasser, Baustrom, die Hausanschlüsse und die Straßensperrung handelt es sich um außervertragliche Leistungen, die von uns zu zahlen sind. 

Leider konnte mit den Erdarbeiten nicht wie geplant am 18.04.2017 begonnen werden, da die Bodenanalyse vor den Osterfeiertagen nicht mehr rechtzeitig eingetroffen ist. 

In unserem Baugebiet stand früher ein großes Gewächshaus. Um sich abzusichern, dass im Boden keine Schadstoffe enthalten sind, wurde bei unserem Bauvorhaben eine Bodenanalyse angeordnet. 

Unbelastetes Material/Mutterboden der Klasse Z0 fährt der Erdbauer auf eine firmeneigene Deponie kostenfrei ab. Sollte sich bei der Bodenanalyse ergeben, dass unser Boden mit Schadstoffen belastet ist, müssen wir mit höheren Kosten und vorallem deutlich höheren Entsorgungsgebühren der Deponie rechnen. 

Am Ostersonntag haben wir gemeinsam mit unserer Familie den roten Punkt auf unserem Grundstück angebracht. Wir wären dann also soweit! …

Traum vs. Praktikabilität -Die Treppe

Die Bemusterung ist geschafft. Direkt am nächsten Tag hat unsere fleißige Ausstattungsberaterin mit der Ausarbeitung des Protokolls begonnen. Einige Informationen, wie die Aufbauhöhe unserer Bodenbeläge, die Höhe der Sanitärkeramik und den Wasserdruck, den wir erst noch bei den Stadtwerken erfragen mussten, konnten wir ganz entspannt wenige Tage später per Mail nachreichen. 📩 

Ein Thema, das mir (der Bauherrin) besonders am Herzen liegt ist die Treppe. Von Pinterest und Co geschädigt war für mich klar, es wird eine geschlossene Treppe mit Brüstungsgeländer. Ich hab gerne auf einigen anderen Schnick Schnack verzichtet, aber bei dieser wunderschönen Treppe war es Liebe auf den Ersten Blick. 💕

Der Treppenbauer hat allerdings zu einem offenen Geländer geraten. Eine Variante, wie unten auf dem Bild. Eine schöne Tteppe, aber eine die mit unserer Vorstellung leider so gar nicht konform geht. Also haben wir uns noch etwas Bedenkzeit erbeten. 

Unsere Ausstattungsberaterin war wirklich sehr bemüht uns die Entscheidung zu erleichtern und hat beim Treppenbauer Zeichnungen der verschiedenen Varianten angefragt, obwohl diese eigentlich erst erstellt werden, nachdem das Bemusterungsprotokoll freigegeben wurde.   

Hier die 2. Variante, die unser Favorit gewesen wäre, die wie sich wenig später herausstellte, in unserem Fall aber leider nicht umsetzbar ist. Die Haustür nimmt bei unserem Grundriss im Eingangsbereich die komplette Fläche zwischen Treppe und Wand ein, wie man auf dem Bild oben erkennen kann. Eine Brüstungswand würde neben die Treppe gesetzt und benötigt 12,5cm Platz, die wir leider nicht mehr haben: 

Also ist es letztendlich ein Kompromiss aus beiden Varianten geworden. Ein geschlossenes Treppenauge und eine Brüstungswand im Obergeschoss, Treppenstufen in Wildeiche und Setzstufen in Weiß. Ein offenes Geländer im Eingangsbereich mit parallel zu den Stufen verlaufenden Streben in weiß und einem Handlauf in Wildeiche an der Treppenaußenwand. Wir sind schon ganz gespannt, wie sie aussehen wird und freuen uns schon sehr auf unser Herzstück des Hauses. ❤️